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Wein und Sein 2016

Wir durften am Samstag 25.06.2016 unser Wein und Sein mit einem Teil unserer Kunden feiern.

Wir haben es sehr genossen – trotz Wetterwechsel – Sonne – Regen – Sonne !
Genau aus diesem Grunde hatten wir die Sonne in unserem Team – Wir genossen es unseren Kunden die neuen Jahrgänge vorzustellen – mit Ihnen einen Schwatz zu halten – und dazu einen feinen Lachsrisotto zu geniessen.
In unserer Fotogalerie finden sie ein paar Impressionen von dem schönen abweschslungsreichen Tag !

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Frühjahrsdegustation – Hotel Krone in Thun

Dieses Jahr möchten wir Sie zu unserer diesjährigen Frühlingsdegustation ins Hotel Krone am Rathausplatz in Thun einladen.

Ich freue mich, Sie am
Donnerstag 16. Juni 2016 ab 17.00 bis 20.00 Uhr
im Aaresaal des Hotel Krone am Rathausplatz in Thun 

begrüssen zu dürfen. Degustation und Apéro werden offeriert.

Falls Sie anschliessend im Hotel Krone essen möchten, steht Ihnen das China-  Grill – oder Terrassen-Restaurant zur Verfügung.
Gerne nimmt unser Gastgeber Herr Zahler Roman Ihre Reservation gerne entgegen
(033 227 88 88).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Jürg Biber und Team

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Jahresbericht 2015

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden

Modetrends finden bekanntlich nicht nur in den Warenhäusern statt. Sie sind allgegen- wärtig, so auch bei den Rebsorten. Neben den Standartsorten wie Pinot noir, Gamay, Johannisberg und Fendant pflegten die Winzer in bescheidenem Umfang noch ihre Spezialitäten. Winzer, die ihre Ernten an Grosskellereien abgeben, haben natürlich schnell einmal festgestellt, dass das Traubengut für die Spezialitäten zunehmend besser bezahlt wird.

So liegt es auf der Hand, dass die Basissorten zu Gunsten von Petite Arvine, Heida, Cornalin und Humagne rouge aufgegeben wurden. Längst sind diese Spezialitäten keine Raritäten mehr, im Gegenteil. Im Grossverteiler werden nun Aktionen zu Preisen angeboten, bei denen ich niemals mithalten kann. Parallel mit der preislichen Entwicklung hat eine Verwässerung der Qualität bei den Spezialitäten stattgefunden.

Normalerweise kaufe ich kein Traubengut zu, sondern verwende für meine Weine nur Trauben aus eigener Produktion. Doch wenn sich Neupflanzungen anbahnen und in den ersten drei Jahren nichts zu ernten ist, bin ich auf einen gewissen Zukauf angewiesen. Damit soll die Kontinuität gegenüber meinen Kunden gewährleistet werden. So geschehen beim Johannisberg, wo wir die Hälfte einer Parzelle ausgerissen haben. Das fehlende Quantum wollte ich durch Zukauf ersetzen, doch seit letzten Herbst ist kein Johannisberg mehr erhältlich.

Daselbe gilt übrigens für Fendant und qualitativ guten Pinot noir. Im ganzen Wallis ist weder Fendant noch Johannisberg im Offenhandel erhältlich und das stimmt mich doch nachdenklich. Nach drei aufeinander folgenden geringen Ernten ist dies das Resultat – Basisweine werden innert kürzester Zeit zu Spezialitäten bzw. Raritäten. Zum Glück waren die Ernteeinbussen im Oberwallis nicht so dramatisch, im Unterwallis aber mit 30 bis 50% doch beträchtlich. Es sind aber grosse Unterschiede je nach Rebsorte und Reblagen fest zu stellen.

Das Rebjahr 2015

Die Spatzen pfeifen es längst vom Dach, der Jahrgang 2015 ist ein Knaller. Dies bedeutet aber nicht, dass wir keine Probleme hatten. Wiederum war der Austrieb frühzeitig und die Angst vor Frostnächten durchaus berechtigt, doch zum Glück fanden diese nicht statt. Bald einmal zeigte sich, dass die Fruchtanlage nicht die beste ist. Dies ist wohl auf das schlechte Wetter im Vorjahr zurück zu führen, während die Fruchtbarkeit in der Knospe angelegt wird (fehlende Sonnenstunden im Juni 2014). Die Witterung während der Blüte war auch nicht die Beste, doch fairer weise muss gesagt werden, dass es grosse Unterschiede bezüglich Sorten und Lagen gab.

Danach kam bekanntlich der Jahrhundertsommer, einhergehend mit einer hohen Temperatursumme und Trockenheit. Die Reben gediehen prächtig und Laubkrankheiten waren kein Thema. In Folge der Trockenheit war auch die Kirschessigfliege, die uns im Vorjahr so zugesetzt hatte, wie ausgestorben. Sie konnte noch in einigen frühreifen roten Sorten gefunden werden, doch Probleme gab es mit ihr keine.

Die Bewässerung in der Gemeinde Salgesch ist seit Jahren unbefriedigend. Vor allem nach schneearmen Wintern ist im zweiten Kehr kein Wasser mehr im System. Im Gegensatz zu Varen mit seinen ca. 20 Terminen pro Jahr,haben wir in Salgesch nur zwei Kehren. Bei Sorten, die gerne nasse Füsse haben, wie etwa Merlot oder Jungpflanzungen stellt dies ein zunehmendes Problem dar. So auch ausgesprochen im trockenen Sommer 2015.

Die Festlegung des Erntezeitpunktes ist einer der wichtigsten Parameter für die künftige Weinqualität. Normalerweise mache ich dies über die Aromatik der Beeren, d.h. ich gehe durch die Rebparzellen und teste den Geschmack der Beeren. Daneben gibt es aber auch klare physiologische Merkmale für die Vollreife. Namentlich sollten die Kerne schön braun und somit ausgereift sein, aber auch die Stielansätze der Trauben sollten 2 -3 cm zur Rute hin verholzt sein. Und nicht zu vergessen der Zuckergehalt in Oechsle gemessen.

Die Erntemenge lag nach Abschluss etwa 23% unter dem Durchschnitt und doch war die ganze Ernte eine einzige Freude. Genau das Gegenteil vom Vorjahr. Absolut gesundes Traubengut von bester Qualität, das einfach nur abgeschnitten werden konnte. Der Zuckergehalt zwar am oberen und die Säure am unteren Limit. Voll ausgereifte Phenole und Tanine.

Oenologie und Weinjahr im 2015

Bedingt durch den Trockenstress und die Sommerhitze hatten wir im Most ein verschobenes Verhältnis zwischen Glucose und Fructose. Dieses Phänomen ist mir von den Spätlesen her bestens bekannt. Dass es aber bei den Weissweinen auftritt, ist in dieser Form neu für mich. Normale Gärhefen bauen die beiden Zuckerarten zu gleichen Teilen ab. Wenn eine Zuckerart ganz vergoren ist, so bleibt die andere als Restsüsse im Jungwein zurück. Es existieren aber auch Fructophile Hefen, die die verschiedenen Sorten getrennt vergären können. Diese werden jedoch normalerweise nicht bei den Weissweinen eingesetzt.

In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Gärproblematik bei den Weissweinen verschärft. Worauf dies zurück zu führen ist, lässt sich schwer sagen. Sicherlich ist es aber ein Mix aus diversen Gründen. Einige davon sind: negative Umwelteinflüsse oder Spritzmittelrückstände die in trockenen Jahren nicht ausgewaschen werden, mangelnde Nährstoffversorgung (zurückhaltende Düngung, Trockenheit). Gerade Nährstoffe, die durch die Trockenheit im Boden nicht mehr mobil sind, können so von der Pflanze nicht mehr aufgenommen werden, scheinen da eine wichtige Rolle zu spielen. Vor allem der Stickstoff, der letztlich in der Traube und danach im Saft zu finden ist, bildet auch die Nahrungsgrundlage für die Hefezellen. Die Forderung nach immer saubereren, reintönigeren und fruchtbetonteren Weinen führt zudem dazu, dass die Moste vor der Gärung fast blank sind und keine Schleimstoffe mehr als Hefenahrung enthalten.

Insgesamt sind die oben genannten Gründe dafür verantwortlich, dass ausser dem Fendant alle Weissweine eine leichte Restsüsse aufweisen. Markant ist diese beim Chardonnay. Zweifellos wird dieser Wein vorab bei einem jüngeren Publikum im Apérobereich gut ankommen. Noch habe ich die Hoffnung, dass sich der Restzucker mit zunehmender Flaschenreife in die Struktur integriert und nicht mehr so vordergründig erscheint.

Ich bin gar kein Freund von Restzucker, denn meine Weine sollen gastronomisch integriert werden können. Leider hat der Zucker in der Lebensmitteltechnologie einen hohen Stellenwert und ist sicher irgendwo zu finden, sei es in einer Wurst, Chips oder wo auch immer. Im Keller ist die Reproduktion von solchen Weinen fast nicht zu bewerkstelligen, ausser durch die Anwendung von Mostkonzentrat. Dieses Konzentrat ist nicht überall verboten. Seit einigen Jahren hat der Restzucker auch bei den Rotweinen eine immer grössere Bedeutung erlangt. Selbst in geringen Mengen übertönt er mangelnde Reife und leichte Fehler und die Weine kommen geschliffen und trinkfreudig daher.

Während der Jahrgang 2014 – zum Teil schon in der Flasche – zu einem druckvollen und komplexen Jahrgang heranreift, der vermutlich lange lagerfähig sein wird, zeichnet sich der 2015er durch seine Fruchtigkeit, Reife und Eleganz aus. Bereits bei der Vorfiltration im Januar hatte ich den Eindruck, diesen Pinot noir könnte man jetzt gleich auf die Flasche füllen. Insgesamt sind die Weine wegen des hohen Zuckergehaltes etwas alkoholreicher.

Wie sich jedoch die Lagerfähigkeit entwickelt wird sich weisen. Es würde mich nicht überaschen, wenn der 2015 schneller genussreif ist als dies der 2014 zur Zeit ist.

Verschiedenes

In den vergangenen Jahren hat sich der Sortenspiegel auf meinem Betrieb markant verschoben. So habe ich mich mit Stockveredelungen auch auf Modetrends eingelassen, in dem ich suboptimale Syrah und Humagne rouge Parzellen durch Malbec und Merlot ersetzt habe. Auch habe ich Pachtparzellen durch Auflösung verloren. Dies wird sich somit auch auf mein Angebot auswirken. Eine Straffung der Preisliste ist über kurz oder lang nicht zu vermeiden. Betroffen sind folgende Weine: Fendant, Dôle, Cuvée rouge no.4 und eventuell ein Produkt mit Pinot noir.

Da ich in diesem Jahr wenig Fendant und Johannisberg hatte, werden diese Weine nur noch in der 75cl Flasche angeboten.

Qualität und Rückgaberecht

Sollten Sie fehlerhaften Wein im Keller haben, bitte ich Sie um Entschuldigung. Ich ersetze Ihnen selbstverständlich diese Flaschen, was übrigens auch immer für Weine mit Korkengeschmack gilt. Machen Sie also nicht die Faust im Sack, ich stehe für meine Produkte ein. Nach wie vor biete ich einen 6 er oder 12 er Degustationskarton zu einem Sonderpreis an, so können Sie sich von der Qualität der aktuellen Jahrgänge auch zu Hause und beim Essen überzeugen.

 

In diesem Sinne, à votre santé

Jürg Biber

Salgesch, März 2016

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Gourmetfahrt Wine & Dine

Exklusive Walliser Weinreise 2016
Ein einmaliges Erlebnis erwartet Sie auf dieser Reise im Panoramawagen von Brig nach Disentis.

Nach dem Apéro servieren wir Ihnen mit einem sorgfältig zusammengestellten 5-Gang-Menu und den passenden Weinen Gaumenfreuden pur.

Bei den verschiedenen Fahrten versorgt Sie jeweils eine andere Walliser Weinkellerei mit ihren Spitzenweinen und liefert interessante Informationen über die edlen Tropfen.
Auf der Rückfahrt werden ein Dessert sowie Kaffee und Gebäck serviert.

Wir würden uns freuen sie am

Samstag 7. Mai 2016

begrüssen zu dürfen…  lassen Sie sich von den feinen Gaumenfreuden und unseren Weinen verzaubern.

Preis Gourmetfahrt  (inkl. Wein, Mineralwasser, Kaffee) Erwachsene Fr. 165.00

Winzerapero mit Bruschetta

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Rote Currycrémesuppe
mit Rahmhäubchen und gerösteten Brotwürfel

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Rundes Zitronen – Pfeffer Ravioli
an fruchtiger Pelati Paprikasauce mit Basilikum

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In Thymianöl sautiertes Kalbssteak
an sämiger Morchelsauce, in Butter gebratene Spätzli mit
Gemüsewürfelchen und Gemüseflan

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Auswahl von Walliser Käse
mit Nuss und Früchteroggenbrot

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Bienenstich
auf einem Spiegel von warmer Vanillesauce

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Kaffee & Gebäck

Wir freuen uns auf euch !

Reservationen bitte unter http://www.matterhorngotthardbahn.ch/de/angebote/winter/gourmetfahrt/Pages/default.aspx

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Mahl am Abend

degu-flasche

Liebe Kundinnen und Kunden

Bei zwölf verschiedenen Gästen treffen sich ebenso viele Geschmäcker. Nun gibt es darunter auch Einige deren Ansprüche gehoben sind und denen man nicht gerne widerspricht.
Mit der folgenden Auswahl sollten Sie nicht in Verlegenheit geraten:
1 Fl. Fendant 2014 Fr. 12.50
2 Fl. Johannisberg 2014 Fr. 31.20
2 Fl. Cornalin 2013/2014 Fr. 50.20
2 Fl. Merlot 2012 Fr. 56.40
2 Fl. Cabernet Franc 2012 Fr. 52.00
2 Fl. Pinot noir Spätlese 2010 Fr. 72.00
1 Fl. Marc et lie Humagne rouge Fr. 42.20

TOTAL Fr. 316.50

Dieses Karton kostet Sie inkl. Transport Fr. 250.00

Das Geschmackspaket versenden wir bis zum 17. Dezember 2015.

Ich wünsche Ihnen ein 2016 mit vielen Geschmäckern.

 

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Fische aus dem Regenbogen

Liebe Kundinnen und Kunden

„Le chat mediterrané“ von Balthus ist ein Kater, der Genuss nicht abgeneigt scheint und dies auch selbstbewusst zur Schau
stellt. Doch wie kann ein solcher Schlemmer bloss einen Rosé zu Fisch und Hummer trinken? Offensichtlich stammt er aus
dem mediterranen Raum.

Hierzulande haben aromatische Weissweine längst den Rosé aus dem Keller verdrängt, so auch in meinem Betrieb.

Sicherlich würde die junge Frau im Boot mit beiden Armen winken, hätte der Kater einen Chardonnay oder Heida
auf dem Tisch.

Ich wünsche Ihnen eine genussvolle Zeit.

Jürg Biber